Erwachen… jenseits der Vorstellung vom „Erwachtsein“

In dieser Zeit scheinen viele Menschen „wach“ zu werden.
Wir sehen Bewusstseinswachstum, spirituelle Bewegungen, Coaching, Therapien, Heilungen.
Und das ist schön – es zeigt, dass wir uns nach etwas Tieferem sehnen, nach etwas Echtem.
Und doch spüre ich immer deutlicher den Unterschied zwischen wach sein und erwachen.
„Wach sein“ klingt manchmal wie eine Position, eine Erkenntnis, eine Schlussfolgerung:
„Ich durchschaue es… Ich sehe jetzt alles klar.“
Aber etwas zu durchschauen bedeutet noch nicht, dass du wirklich wach bist.

Für mich bedeutet wach sein auch nicht, sich im spirituellen Spektakel zu verlieren… in Schreien, Schütteln, Weinen oder beeindruckenden Durchbrüchen.

Ich habe all das getan… jahrelang. Und ehrlich?
Vieles geschah aus dem Ego heraus – aus einem Drang, etwas zu beweisen.
Aus einem tiefen Wunsch, etwas zu erreichen oder der Welt… oder mir selbst… etwas zu beweisen.
Das ist das Ego, das die Spiritualität verkleidet hat.

Wirklich wach zu werden heißt für mich erwachen.
Es ist das Heimkehren in die Stille… in die Sanftheit… in dein göttliches Sein.
Erwachen ist keine Position, keine Überzeugung, keine spirituelle Leistung.
Es ist gelebtes Sein.
Nicht spektakulär, nicht groß oder überwältigend… sondern still, einfach, klar.
Es ist nicht mehr das Sehen, sondern das Sein.
Nicht das Analysieren, nicht das Erklären… sondern das reine Dasein.
Erwachen heißt zu erkennen, dass du nichts außerhalb von dir suchen musst… nicht in einer Technik, nicht in einem Therapeuten, nicht im „Reparieren“ der Welt.
Es ist das Leben aus deinem Inner Divinedort, wo Vertrauen, Glaube und Wissen eins sind.
Solange wir auf das reagieren, was außerhalb von uns geschieht, bleiben wir mit dem Alten verbunden.
Doch sobald du wählst, wirklich nach innen zu kehren, verändert sich das Feld… nicht durch Kampf, sondern durch dein Sein.

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